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Ikarus |
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Ausstellung |
Ikarus
|18.2.
- 27.3. 2005 |
Ost-Westlicher
Ikarus
Ein Mythos im geteilten Deutschland |
| Eine
Ausstellung des Winkelmann-Museums
Stendal in Stendal. Gotha. Duisburg.
Wasserburg /Inn |
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Ausstellung:
Idee und Leitung: Max
Kunze |
Auswahl
der Werke und Organisation:
Jörg-Heiko
Bruns, unter Mitwirkung
von
Steffanie-Gerrit Bruner, Birgit Köpke und Petra Plättner |
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Ausstellungstermine:
4.Juli-20.
September 2004
Winkelmannmuseum Stendal
11. Dezember 2004-6. Februar 2005
Stiftung Schloß Friedenstein Gotha
18. Februar-27.März 2005
cubus kunsthalle, duisburg
10.April-16.Mai 2005
Galerie im Ganserhaus - Arbeitskreis 68
Wasserburg am Inn |
| Nahezu
100 Künstler aus Ost und West
sind in der Ausstellung vertreten.
Die Ausstellung versucht im historischen
Rückblick die unterschiedlichsten
Rezeptionsweisen des Mythos im geteilten
Deutschland herausstellen, der hier
wie dort als Metapher für die
in den politischen Zuständen der
Zeit liegenden Ideologien und Widersprüche
eingesetzt wurde und der überdies
auch als Hintergrundfolie der Visualisierung
eigener Utopien oder kritischer Reflexion
diente. |
| Auch
jüngste, nach 1990 im vereinten
Deutschland entstandene Arbeiten sind
vertreten und belegen die neue, durchaus
zeittypischen Aktualität des Mythos,
für die etwa die Verarbeitung
der Ereignisse des 11. September 2001
steht. |
Vorwort
zur Ausstellung
1980 und 1981 fanden in Magdeburg (Klubgalerie), Erfurt (Angermuseum)
und Stendal (Winkelmann-Museum) Ausstellungen mit zeitgenössischen
Werken der bildenden Kunst unter dem Titel “Ikarus“ statt.
Die Brisanz des Mythos in einem eingemauerten Land resultierte aus
den mehr oder weniger deutlichen politisch zu verstehenden Deutungsmöglichkeiten
in den Werken der zahlreich beteiligten Künstler. In der alten
Bundesrepublik reizte das Thema Ikarus ebenso die (noch) figurativ
arbeitende Künstler und führte zu zahlreichen, z . T. anderen
Bildfindungen, die den Ikarus-Mythos etwa zur kritischen Distanzierung
gegenüber des damals gängigen Forschritts- und Technikoptimismus
benutzen (Ausstellung „Ikarus- Mythos als Realismus-Studio
33 der NGBK; Westberlin). Andere Ausstellungen wie „Der Traum
vom Fliegen“ in der Galerie Moderne in Bad Zwischenahn oder
die von ganz anderen Ausgangspunkten inspirierten Ausstellungen „Fliegen
ein Traum“ Ruhrfestspiele 1977, Kunsthalle Recklinghausen und „Die
Kunst des Fliegens“ 1996 im Zeppelin Museum Friedrichshafen
belegen, dass die in dem Mythos des Dädalus und Ikarus liegenden
Problematisierungsmöglichkeiten- nach zweieinhalbtausendjähriger
künstlerischer und weltliterarischer Tradition- noch immer Kontroversen
auslösen können und so mit lebendig sind. |
Die
Ausstellung der Winkelmann-Gesellschaft
DER OST_WESTLICHE IKARUS nimmt zum
einen allgemein das Thema wieder auf
und vereinigt Arbeiten von nahezu 100
Künstlern mit ca. 230 Arbeiten
in einer Ausstellung, die in vier Museen
Deutschlands gezeigt werden kann. Zum
anderen versucht das Ausstellungsprojekt
im historischen Rückblick die
unterschiedlichen Rezeptionsweisen
des Mythos im geteilten Deutschland
herausarbeiten, also wie die neuen
Sinnbilder des Künstlers, zur
Konkretisierung von Widersprüchen,
die in Ideologien und politischen Zustände
der Zeit liegen, benutzt werden oder
eigene Utopien entwickelt werden. Der
Rückblick unterscheidet bewusst
eine ältere und jüngere Generation
und widmet den „Grenzgängern“ zwischen
Ost und West eine besondere Aufmerksamkeit.
In einem letzten Teil der Ausstellung
werden neuen Sichtweisen zum Ikarusmythos
gezeigt,
Arbeiten einer jungen Generation, die in den neunziger Jahren und
bis heute arbeitet. Auch hier zeigt sich, wie nahe oder aktuell der
Mythos des abstürzenden Ikarus sein kann. |
Ausgestellt
werden Werke der Malerei, Graphik,
Skulptur als traditionelle Medien,
auch Beispiele anderer Medien (Lutz
Dammbeck, Einmart, Animationsfilm von
1981),
also Werke, die in beiden Teilen Deutschland von 1945-1990 und danach
im wiedervereinigten Deutschland entstanden sind.
Rückblicke auf andere künstlerische Medien wie das Buch,
das Hörspiel, das Theater, der Film und die Musik werden im
Begleitprogramm der Ausstellung an den verschiedenen Ausstellungsorten
zur Sprache kommen. |
Das
die Winckelmanngesellschaft mit dem
Winckelmann-Museum in Stendal seit
einiger Zeit dieses Projekt angeregt
und schließlich in die Tat umgesetzt
hat, liegt nicht nur in den vielfältigen
rezeptorischen Ausstellungs- und Forschungsprojekten
Begründet, sondern auch in den Museumsbeständen. Seit den
70er Jahren entstand zielgerichtet eine Sammlung zu künstlerischen
Arbeiten der Moderne, die Formen der Antikrezeption in der DDR widerspiegeln.
Diese Bestände zu aktivieren, zu ergänzen und durch Leihgaben
inhaltlich und geographisch für diese neue Ausstellungsprojekt
zu erweitern, war ein Ziel dieses Unternehmens. |
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