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Kinder-Mit-Mach-Ausstellung
für jung & alt |
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|März – Juli
2002
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EINE
IMAGINÄRE REISE IN DEN ORIENT. |
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Die überaus große Resonanz
bei den Schulklassen in und um Duisburg, die Ausstellung verzeichnete über
22 000 Besucher, veranlasst die Veranstalter zur Wiederaufnahme
des Themas. Dies geschieht auch aus aktuellem Anlass. Gerade
vor dem Hintergrund der Ereignisse am 11. September 2001 müssen
Inhalte der islamischen Kultur transparent gemacht werden. Die
cubus kunsthalle möchte mit dieser Ausstellung
insbesondere Kindern und Jugendlichen das Thema der islamisch
geprägten Lebenswelt und Kultur vermitteln und so einen
Beitrag zur Völkerverständigung leisten. Sie verfolgt
dabei das Ziel, die eigene und die fremde Kultur besser zu verstehen,
die Wurzeln der eigenen Kultur in der fremden Kultur zu erkennen
und somit den Dialog zu vertiefen. |
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In der geplanten Ausstellung stehen
Kreativität und Phantasie im Zentrum. Über den märchenhaften,
faszinierenden Orient von 1001 Nacht hinaus, sollen Vorurteile
abgebaut und das lückenhafte Bild über den Orient korrigiert
werden. Die Ausstellung versucht Brücken zwischen den verschiedenen
Lebenswelten zu bauen und den Dialog zwischen den Kulturen zu
fördern, indem die Besucher den Orient jenseits bestehender
Klischees entdecken. |
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Auf dem FLIEGENDEN TEPPICH in
den Orient vermittelt spielerisch Inhalte, die zur Völkerverständigung
beitragen. Begeh- und bespielbare Szenarien, Handwerker-Workshops
laden Kinder und Jugendliche zum Werken ein. Natürlich werden
Eltern bei der Phantasiereise nicht ausgeschlossen. Mittels
des Spiels wird das Eintauchen in eine andere Welt ermöglicht
und das Alltagsleben, die Kultur, Sitten und Gebräuche,
Rituale, Märchen, Sprache und Musik vorgestellt. Diese Kreativ-Angebote
dienen der selbständigen Erkundung und vermitteln praktische
Erfahrungswerte, die den schulischen Unterricht unterstützen,
ergänzen und erweitern. Die kreative Beschäftigung
vermittelt so neue Kenntnisse, Wertvorstellungen und stellt einen
Gegenentwurf zur rein konsumptiven, medialen Beschäftigung
mit dem Thema Orient vor. |
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| Auf rund 1000 qm Ausstellungsfläche innen und außen
werden Kinder und Junggebliebene eine Reise ganz besonderer
Art unternehmen. Wer sich auf den fliegenden Teppich begibt,
wird während seiner Reise: |
| • verschiedene Trachten
und Kleider anprobieren, |
| • Turbane binden, |
| • das Teppichknüpfen
erlernen, |
| • die Keramik- und Mosaikkunst
kennenlernen, |
| • Silber- und Metallarbeiten
hämmern, |
| • die arabische Schrift
und Kalligraphie kennenlernen, |
| • Hände mit Henna
bemalen, |
| • orientalische Tänze
tanzen |
| • Märchen hören
und spielen |
| • Musik hören und spielen |
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| Für den Zeitraum der Ausstellung
verwandelt sich die cubus kunsthalle in einen imaginären
Orient, in dem Träumen erlaubt ist und Kreativität
gefordert ist. Aus Träumen werden nicht zuletzt Visionen,
ohne die sich weder ein Struktur- noch ein Wertewandel vollziehen
können. |
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Die Kreativ-Angebote dienen der selbständigen
Erkundung und vermitteln praktische Erfahrungswerte, die den
schulischen Unterricht unterstützen. Die aktive Auseinandersetzung
vermittelt neue Erfahrungen und Kenntnisse, die die islamisch
geprägte Kultur im Sinne eines Miteinanders und eines gegenseitigen
Verständnisses den grausamen Terrorakten gegenüberstellt. |
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Die Ausstellung ist in Form einer
Wanderausstellung konzipiert und wird im Anschluss an die Auftaktveranstaltung
interessierten Städten und Instituten zunächst in NRW
angeboten. |
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Die Veranstalter wünschen sich,
dass sie in Form einer Karawane durch das Land zieht, um so möglichst
vielen Menschen die Inhalte näher zu bringen.Konzeptionell
basiert die Ausstellung auf den folgenden fünf Säulen,
die die Mit-Mach-Angebote informativ einrahmen: |
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| • der Islam |
| • Kunst und Kultur |
| • Sprache und Zahlen |
| • Sitten und Gebräuche |
| • Essen und Trinken |
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Für den fliegenden Teppich stehen
in der cubus kunsthalle, duisburg rund 1000 qm Ausstellungsfläche
zur Verfügung. Aufgrund der Wandermöglichkeiten wird
die Ausstellung derart konzipiert, dass sie auch auf einer Mindestausstellungsfläche
von 300 m2 durchgeführt werden kann. Die Ausstellungskonzeption
sieht vor, die Mit-Mach-Szenarien in Zelte zu verlegen und mit Ausstellungsexponaten
und Informationstafeln flexibel zu kombinieren. Museumspädagogen
werden durch die Ausstellung führen, sie nehmen die angemeldeten
Gruppen, hauptsächlich sind dies Schulklassen, in Empfang. |
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| 1. Etappe Rundgang |
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Ankleideecke
Dieser Ausstellungsbereich wird mit handgeknüpften Teppichen ausgelegt.
Im Entrée befinden sich Schuhfächer. Die Kinder entledigen sich ihrer
Schuhe nach alter orientalischer Tradition und schlüpfen in Babouches (Pantoletten),
die in unterschiedlichen Größen bereitliegen.
In unmittelbarer Nähe zu den Schuhfächern befindet sich der Umkleidebereich.
Neben Exponaten traditioneller Trachten hängt hier traditionelle Kinderkleidung
aus dem orientalischen Kulturkreis. Die Kinder können sich hier nach Belieben
umziehen und in die Haut des Anderen schlüpfen. Sie können sich einen
Turban binden oder einen Schleier umlegen lassen
Die Reise kann beginnen ! |
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2. Etappe Rundgang
Teppichknüpfen
In dem Ausstellungsraum steht ein Webstuhl mit einer begonnenen
Teppichknüpfarbeit. Ebenfalls werden hier Informationen über
die handwerklichen Tätigkeiten rund um die Wolle durch Exponate
und Großfotographien dargeboten: Vom Zustand der Naturwolle über
das Spinnen, das Färben und die Teppichverarbeitung. Ziel
ist es, dass bei Ausstellungsende der begonnene Teppich von den
Ausstellungsbesuchern fertiggestellt wird. |
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3. Etappe Rundgang Ausstellungshalle
Hennabemalungen In einem Zelt werden die Hände
der Kinder mit Henna bemalt. Henna wird im Orient zu besonderen
Anlässen als Schmuck
für Hände und Füße benutzt. (z.B. zu Hochzeiten) Die
kunstvollen Ornamentbemalungen halten einige Wochen an.
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4. Etappe Rundgang Ausstellungshalle
Kalligraphie (arabische Schrift und Ziffern)
An diesem Stand wird die arabische Schrift, das Alphabet vorgestellt.
Ein Kalligraph wird in die Kalligraphie einführen. Die Kinder
können unter seiner Einleitung Ihren Namen in arabischer
Schrift auf vorgefertigte Namensschilder schreiben, die während
des Ausstellungsbesuchs um den Hals getragen werden. Ausstellungsstücke
sind der Koran und Kalligraphien. |
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5. Etappe Rundgang Ausstellungshalle
Medina Szenerie
Mosaik Aus vorgefertigten Mosaiksteinen, die z.B. aus
Marokko bezogen werden können, sollen kleine Sequenzen von
den Kindern gefertigt werden. Diese richten sich nach den Originalvorgaben,
wie sie als Wanddekor im Orient zu finden sind. Die hergestellten
Mosaiken können von den Kindern mitgenommen werden.
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6. Etappe Rundgang Ausstellungshalle
Medina Szenerie
Silber/Metallarbeiten/Kunsthandwerk
Ein Kunsthandwerker zeigt den Kindern diese traditionelle Handwerkskunst.
Auf Aluminium-Metallplatten können die Kinder dann Dekors
nachbilden.
Silberwaren (Dolche, Silberkästen, Teller, Rauchgefäße
etc.) werden neben Fotografien von Medinas /Silberstraßen
ausgestellt. |
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7. Etappe Rundgang
Musik und Tanz, Märchen
In stündlichem Rhythmus finden in diesem Zelt Einführungen
in die orientalische Tanztechnik statt.
Ebenfalls im Stundentakt werden auf einer geschmückten
Bühne orientalische Märchen erzählt und
von den Kindern nach- und weitergespielt. |
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Im Ausstellungsbereich befindet sich u.a. eine
Ausstellung mit orientalischen Musikinstrumenten. Die Ausstellung
wird ebenfalls für das Internet aufbereitet, sodass
das Thema im Vorfeld in den Schulen bereits besprochen werden
kann.
Auch eine Nachbereitung ist damit gegeben.
Des weiteren wird umfangreiches Lehrerinformationsmaterial
erarbeitet, das sich für Unterrichtseinheiten eignet
und die Schüler auf den Besuch der Ausstellung vorbereitet. |
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